Bonn, den 18. November 2017

Liebe Leser der „Privat-Depesche“,

das menschliche Leben beginnt mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, das ist wissenschaftlich erwiesen. Ab diesem Zeitpunkt hat jedes Kind, und sei es noch so klein, ein unveräußerliches Recht auf Leben. Niemandem steht die Entscheidung über Leben oder Tod eines Menschen zu, auch nicht einer Mutter in Bezug auf ihr Kind – weder vor noch nach der Geburt. Diese Wahrheit verdichtet sich auf einen Punkt: Pro-Life. Pro-Choice dagegen erstreckt sich über ein breites Spektrum: von Fanatikern, die sich über zu wenige Abtreibungen beklagen, bis hin zu Gemäßigten, die Rahmenbedingungen fordern, unter denen sich die Mutter „für ihr Kind entscheiden kann“. Doch diese Menschen übersehen eines: It‘s a child, not a choice. Es ist ein Kind, nicht eine Entscheidung.

Ihre Redaktion der Privat-Depesche

„Pro-Choice ist keine Meinung, sondern Mord“

Friedrich Andreas Stapf (71) tötete bislang weit über 100.000 Kinder im Bauch ihrer Mutter. Der „Schlächter von München“, wie ihn seine Kritiker nennen, betreibt Deutschlands größte Abtreibungsklinik, in der jedes Jahr 5.000 Kinder vor der Geburt umgebracht werden. Wo sind diese Kinder beerdigt? Nach dem Bayerischen Bestattungsgesetz müssen abgetriebene Kinder, die nicht bestattet werden, von der Abtreibungsklinik „auf einem Grabfeld zur Ruhe gebettet werden“. Bei 10.000 Bestattungen im Jahr in München müsste in jedem zweiten Grab ein abgetriebenes Kind beerdigt sein. Doch das Gesundheitsreferat der bayerischen Landeshauptstadt winkt ab: die Beisetzungen finden nicht in München statt. Unser Chefredakteur Karl Noswitz (57) hat das Massengrab in Hessen entdeckt. Dazu mehr im Artikel „Das Massengrab von Wiesbaden“.

Dr. Norbert Pfützenreuter (63) tötet jedes Jahr rund 200 Kinder in seiner „Klinik mednord“ in München. Während die bayerische Landeshauptstadt der Klinik Stapf die Erlaubnis erteilt hat, Kinder bis zur 16. Schwangerschaftswoche zu töten, hat sich Dr. Norbert Pfützenreuter auf Spätabtreibungen spezialisiert. Die Leichen der Kinder, die in der „Klinik mednord“ abgetrieben werden, gehen an die „Pathologie München Nord“ und von dort zur Einäscherung ins Krematorium auf dem Ostfriedhof. Die Asche kommt nicht in eine Urne, sondern wird in einem Loch auf der Wiese hinter der Urnenhalle verscharrt, zusammen mit der Asche aus Urnen, deren Ruhezeit von mindestens zehn Jahren abgelaufen ist.

Gerhard Woitzik (89), Bundesvorsitzender der Deutschen Zentrumspartei, beantragte bei der Stadt München einen Gedenkstein für die abgetriebenen Kinder auf der Wiese hinter der Urnenhalle des Ostfriedhofs. Die bayerische Vorschrift, dass abgetriebene Kinder auf einem Grabfeld zur Ruhe zu betten sind, hat zweifellos zynische Züge: du wirst zwar getötet, dafür bekommst du aber ein Plätzchen auf dem Friedhof. Die vermeintliche „Entscheidung“ einer Mutter, ob sie das Kind unter ihrem Herzen töten lässt, ist eine Erfindung aus der PR-Abteilung der Abtreibungsindustrie. Gerhard Woitzik bringt es brillant auf den Punkt: „Pro-Choice ist keine Meinung, sondern Mord.“

Das Massengrab von Wiesbaden

In Deutschlands größter Abtreibungsklinik von Friedrich Stapf (71) in München werden Kinder bevorzugt nach der Absaugmethode getötet, also bei lebendigem Leibe in Stücke gerissen. Die Suppe aus Blut und Gewebefetzen, in der die Leichenteile des Kindes schwimmen, wird an die pathologische Praxis von Professor Dr. Annette Fisseler-Eckhoff und Kollegen in Wiesbaden geschickt, mit der der Abtreiber seit Jahrzehnten in Geschäftsverbindung steht. Friedrich Stapf verbrachte seine Kindheit in der hessischen Landeshauptstadt und eröffnete dort 1980 seine erste Abtreibungspraxis, mit der er zwei Jahre später pleite ging, nachdem er wegen Drogen in Untersuchungshaft kam. 1986 fing er wieder in einer ambulanten Abtreibungspraxis an, diesmal in Langen bei Offenbach.

Ulrike Woogk-Falk (63) holt zwei- bis dreimal im Jahr einen weißen Kindersarg in der pathologischen Praxis von Professor Dr. Annette Fisseler-Eckhoff und Kollegen ab. Was ihr die Sektionsgehilfin in den Sammelsarg packt, bringt sie auf den Wiesbadener Südfriedhof. Dort lädt sie den Schrein auf einen Bollerwagen und zieht ihn zum Grab. Im Rahmen einer Trauerfeier werden die Kinder auf dem Grabfeld U12 beerdigt. Seit 2002 kümmert sich die ausgebildete Trauerbegleiterin mit ihren Mitstreiterinnen um die Beisetzung von Kindern, die ihre eigene Geburt nicht erleben durften. Im Jahr 2012 formierte sich die Initiative zum Verein „Sternengarten Wiesbaden e. V.“.

Schockiert war Ulrike Woogk-Falk nach eigenen Worten, als sie vor zwei oder drei Jahren durch einen Zufall erfuhr, dass sie für Deutschlands größte Abtreibungsklinik ein Massengrab betreut. Eine Frau aus Bayern, die unter Depressionen litt, meldete sich bei ihr. Sie habe das Kind in ihrem Bauch von Friedrich Andreas Stapf töten lassen, weil es ihre Eltern so wollten. Nun suchte die Mutter nach dem Grab ihres Kindes. Da wurde Ulrike Woogk-Falk plötzlich klar, was ihr Professor Dr. Annette Fisseler-Eckhoff bis dahin verschwiegen hatte. Inzwischen melden sich immer häufiger Mütter aus Bayern, die wissen wollen, wo ihr abgetriebenes Kind beerdigt ist. Das komme zwar nur vereinzelt vor – aber eben immer öfter. Dieses Jahr seien es schon etliche Mütter gewesen.

In Bayern müssen seit dem 1. Januar 2006 auch abgetriebene Kinder zur Ruhe gebettet werden. Die Tötungskapazität der Abtreibungsklinik von Friedrich Andreas Stapf liegt bei etwa 5.000 Kindern im Jahr. In den vergangenen zwölf Jahren wurden dort rund 60.000 Kinder im Bauch ihrer Mutter getötet und nach Hessen entsorgt. In dieser Zeit wurden insgesamt aber nur etwa 30 Kindersärge von der pathologischen Praxis, die für die Klinik Stapf arbeitet, an Ulrike Woogk-Falk zur Bestattung übergeben. Was sich in den verschlossenen Särgen tatsächlich befindet, bleibt ein Geheimnis. In einem kleinen Sarg werden 2.000 abgetriebene Kinder wohl kaum Platz finden. Soll womöglich nur der Schein gewahrt werden, dass das bayerische Bestattungsgesetz erfüllt worden sei?

Das Gesundheitsreferat der Stadt München antwortete am 9. Juni 2017 auf unsere Anfrage zum Verbleib der abgetriebenen Kinder aus der Klinik Stapf nur ausweichend. Am Montag darauf, am 12. Juni 2017, verschickte die Amtsärztin Dr. Sabine Gleich bei der Stadt München eine interne Mitteilung, wonach die Bestattungspflicht nur für Kinder gelte, die bereits ein „selbstständiges Lebenszeichen“ von sich gegeben hätten. Der Herzschlag beginnt in der sechsten Schwangerschaftswoche. Doch im Gesetzestext steht nichts von dieser Einschränkung. Das Gesetz unterscheidet nicht nach der Entwicklungsstufe des abgetriebenen Kindes. Wurde die Amtsärztin von unserer Anfrage womöglich aufgeschreckt? Hat sie versucht Unplausibles zu vertuschen?

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